Hamburg, 12.11.09: Bereits 2006 ist Lee Noble aus dem gleichnamigen Unternehmen ausgeschieden. Jetzt meldet er sich mit einem eigenen Auto zurück – oder zumindest mit einer entsprechenden Idee. Unter welchem Marken- oder Modellnamen der neue Renner laufen wird, ist bisher zwar noch nicht bekannt, die in Aussicht gestellten Leistungsdaten machen jedoch Lust auf mehr. Denn in puncto Fahrleistung soll der Neue an den Ferrari Enzo heranreichen.
Der bisher namenlose Renner wartet daher mit einem Gitterrohrramen und – je nach Spendierlaune des Käufers – einem zwischen 400 und 650 PS starken, mittig platzierten Achtzylinder auf. Die bereits aus dem Noble M600 bekannte Graziano-Sechsgang-Handschaltung sorgt unabhängig von der Motorvariante für den Kraftschluss. So ausgestattet soll das 1200 Kilogramm schwere Geschoss in rund 3,5 Sekunden auf Tempo 100, beziehungsweise in unter sieben Sekunden auf Tempo 160 spurten. Das ist durchaus eindrucksvoll, reicht so allerdings nicht aus, um einen Ferrari Enzo (660 PS aus 12 Zylindern) zu verblasen. Denn der durchbricht die 100er-Marke bereits nach 3,27 Sekunden und ist mit 6,4 Sekunden auch schneller von null auf Tempo 160.
Ein Konkurrent könnte der namenlose Noble trotzdem werden, denn abgesehen davon, dass der Ferrari Enzo seit Ende 2005 nicht mehr produziert wird, kostete der rote Renner runde 645.00 Euro. Noble will seinen Sportler jedoch für weniger als 110.000 Euro unters Volk bringen. Je nach Ausstattungsversion soll es bereits bei 78.000 Euro losgehen. Damit bleibt reichlich Geld im Portemonnaie, um durch die ein oder andere Tuningmaßname fahrdynamisch in Enzo-Sphären vorzudringen.
Produziert wird der Wagen Noble zufolge in Port Elizabeth in Süd Afrika – und zwar von genau jenen Technikern, die bereits für den Aufbau des Noble M12 (siehe Galerie) verantwortlich zeichneten. Um den Wagen tatsächlich wie angedacht liefern zu können, sollen nicht mehr als 100 Wagen pro Jahr produziert werden. Allerdings sind bei einem so ausgefallenen Modell bereits 100 Fahrzeuge pro Jahr ein hoch gestecktes Ziel. Daher bleibt abzuwarten, wann der in Aussicht gestellte Enzo-Killer kommt, was er tatsächlich kostet und wie viele Modelle Noble wirklich auf die Reifen stellen kann. Wir sind gespannt.
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