Mitsubishi Lancer Evo X FQ400 kostet 57.000 Euro



Hamburg, 27.05.2009: Bereits Ende letzten Jahres wurde der stärkste Serien-Evo der Geschichte angekündigt. Nun ist es soweit, der Lancer Evo X FQ400 wurde offiziell vorgestellt, der Marktstart auf Juni 2009 datiert. Statt der serienmäßigen 295 Pferdchen schüttelt der Zweiliter-Turbo unter der Haube nun statte 408 PS aus den Brennräumen und stellt ordentliche 525 Newtonmeter Drehmoment bereit. In Kombination mit dem permanenten Allradantrieb soll so eine Sprintzeit von 3,8 Sekunden auf Tempo 100 ermöglicht werden. Zum Vergleich: Der Lamborghini LP560-4 (560 PS) benötigt 3,7 Sekunden, ein Ferrari F430 (490 PS) liegt bei bescheidenen 4,0 Sekunden. Beim Topspeed muss der Lancer Evo X FQ400 allerdings klein bei geben. Bei 250 km/h riegelt die Elektronik den Vorwertsdrang ab. Doch der Evo ist eh nicht zum schnöden Geradeausballern gedacht. Sein Metier sind Landstraßen oder Häuserschluchten.

Im Gegensatz zu seinem "zahmen" Serienbrüdern hat der nur für Großbritannien gefertigte FQ400 eine breitere Spur, ein tieferes Sportfahrwerk von Eibach, verstärkte Bremsen und extraleichte 18-Zoll-Alus mit aufgezogenen Toyo Proxes R1R. Außerdem geben neue Schürzen, Seitenschweller und die von Luftöffnungen zerfurchte Motorhaube den Lambo-Killer auf den ersten Blick zu erkennen. Erst auf den zweiten Blick sind indes die Modifikationen unter der Haube zu erkennen, die dem Zweiliter-Vierzylinder immerhin 113 zusätzlichen PS entlocken. Den größten Anteil am Zuwachs trägt der neue Turbolader, der durch einen neuen Ladeluftkühler mit mehr Frischluft versorgt wird. Für ein besseres Ausatmen sorgt die deutlich vergrößerte Abgasanlage. Natürlich wurde auch die Steuersoftware den neuen Gegebenheiten angepasst.

Das Beste kommt wie immer zum Schluss. Knapp 50.000 britische Pfund ruft Mitsubishi Motors US für den Evo FQ400 auf. Das sind umgerechnet etwa 57.000 Euro. Wer sich mit der Rechtslenkung anfreunden kann und schon immer einmal die Ferraris, Porsche und Corvetts auf heimischen Straßen ärgern wollte, der ist mit dem FQ400 sicherlich gut beraten.

Alternativ kann man sich natürlich auch auf dem Gebrauchtwagen-Markt nach einem coolen Subaru Impreza WRX STi oder einem Nissan Skyline umschauen. Beide Modelle haben irres Potenzial und fliegen mit etwas Hilfe vom Tuner dicht hinter besagter Nobel-Hobel-Konkurrenz hinterher.

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