McLaren MP4-12C vorgestellt



Hamburg, 09.09.2009: Heute ist nicht nur ein guter Tag zum Heiraten (9.9.9), heute ist auch ein guter Tag für Sportwagen-Fans auf aller Welt. Erst vor wenigen Augeblicken durften wir einen ersten Blick auf den neuen Mercedes Flügeltürer SLS werfen und nun beglückt uns auch noch McLaren mit ihrem neuen, völlig selbstentwickelten Supersportwagen - dem MP4-12C. Die bisher unter dem Namen P11 gehandelte Flunder von der Insel soll den legendären McLaren F1 beerben und bestückt mit jeder Menge F1-Technik für Unruhe in der Riege der Supersportwagen sorgen. Kernstück des MP4-12C ist ein einteiliges, lediglich 80 Kilogramm leichtes Kohlefasermonocoque, das zusammen mit Crashelementen aus Aluminium für Sicherheit und hohe Stabilität sorgen soll. Beides ist auch unabdingbar von Nöten, bedenkt man die möglichen Fahrleistungen des MP4-12C. Offiziell geben die Briten zwar noch keine Werte heraus, doch die rund 600 PS und 600 Newtonmeter Leistung sprechen eine deutliche Sprache. Mobilisiert wird die Kraft aus einem komplett selbst entwickelten 3,8-Liter-V8 mit BiTurbo-Aufladung. Das Aggregat hat einen Zylinderwinkel von 90 Grad, eine variable Ventilsteuerung und sitzt als Mittelmotor im Rücken des Piloten.

Dorthin haben die Ingenieure auch die Kühler verbannt. So konnte der F1-Nachfolger eine sehr flache Nase bekommen, die die konsequent auf Abtrieb getrimmte Aerodynamik weiter verbessert. Dem gleichen Ziel haben sich auch der völlig plane Unterboden und der große Diffusor am Heck des P4-12C verschrieben. Für nochmehr Fahrdynamik soll das geringe Gewicht des Hecktrieblers sorgen. Neben der leichten Monocoque-Alu Kombination kommen noch Karosserie-Teile aus Kohlefaserlaminat sowie sehr leichte Schmiedefelgen zum Einsatz. Genau Zahlen verrät McLaren auch hier nicht, das Gesamtpaket verspricht allerdings sensationelle Fahrleistungen, die auch den Fahrleistungen des Vorfahren in nichts nachstehen dürften. In 3,4 Sekunden sprintete der F1 schon Mitte der 90er Jahre auf Tempo 100 und erreichte stolze 391 km/h Topspeed. Sollte der P14-12C diese Daten toppen, spielt er in der gleichen Liga wir der Koenigsegg CCXR (1018 PS) oder der Bugatti Veyron (1001 PS).

Neben den zu erwartenden Eckdaten des neuen McLaren erstaunt vor allem eins: der konsequente Drang zur Selbstentwicklung. Kam beim F1 der Motor noch von BMW (6,2-Liter-V12 mit 627-680 PS), entsteht die Antriebseinheit nun komplett in Eigenregie. Und selbst bei Schaltern, Knöpfen und all dem anderen Kleinkram möchte man eigene Wege gehen, nicht wie andere Kleinserienhersteller zukaufen. Lediglich das automatisierte Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit diversen Schaltprogrammen dürfte wohl von auswärts kommen. Bei den Schaltpaddels hinterm Lenkrad und der durchsichtigen Motorabdeckung geht man indes wieder eigene Wege.

In Anbetracht des gebotenen Gesamtpaketes und des astronomischen Preises des Vorgängers von 1,5 Millionen D-Mark (rund 750.000 Euro), liegt die Befürchtung nahe, dass auch der P14 in himmlische Euro-Sphären vordringt. Doch die Briten wiegeln ab, nenn stattdessen eine Preisspanne zwischen 140.000 und 200.000 Euro. Damit würde des neue McLaren auf Konkurrenten wie den neuen Porsche 911 Turbo (550 PS), den Lamborghini LP560-4 (560 PS) oder den Ferrari 458 Italia (570 PS) treffen. Angesichts der gebotenen Power sollte der P14 wenn er 2011 auf den Markt kommt das Feld allerdings klar dominieren.

 

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