Hamburg, 19.09.2008: Ob bei illegalen Straßenrennen in Stockholm, als Hauptakteur in den "Fast and Furious"-Filmen oder bei Tuning-Treffen in Deutschland - der Mitsubishi Lancer EVO ist einer der echten Traumwagen in der Szene. Mit riesigem Heckflügel, ausgeklügelter Allradtechnik und einem gnadenlos aufgeladenen Vierzylinder-Motörchen sorgt der EVO für schlaflose Nächte. Den Kultstatus wird die jüngste Evolutionsstufe - der EVO X - noch ausbauen. Dazu trägt garantiert auch der amerikanische Tuner Vivid bei. Die Jungs aus Arizona stellen auf der 2008er SEMA in Las Vegas - der weltgrößten Tuningmesse - ihre Interpretation der Kult-Fortschreibung vor.
Bestückt mit einem wunderschönen Bodykit von Valdi Sport aus Japan (ja, die heißen wirklich so), mit großen Carbon-Flügel auf dem Heck, schwarzen Alus von IForged und einer Unterbodenverkleidung aus Carbon (nur vorne) sind die Voraussetzungen getroffen, um dem Krawall unter der Haube gerecht zu werden. Denn hier wütet ein GT35R Turbo-Kit von Agency Power und steht zusammen mit der stärkeren Spritpumpe und größeren Einspritzdüsen für stolze 650 PS (maximal). Im Alltag kann der Wagen aber auch mit nur 450 PS gefahren werden. Bedenkt man jetzt die Serienleistung des Zweiliters von 295 PS, dann entspricht die Vivid-Ausbeute einer munteren Verdopplung der Power. Zusätzlich kommt ein Cold Air Intak – also ein aus dem Motorraum nach draußen verlagerter Luftfilter – zum Einsatz. Das hat im Fall des EVOs von Vivid zwei einfache Gründe: Die von draußen angesaugte Luft ist kühler und im Motorraum wäre schlicht kein Platz mehr gewesen.
Leider gab der Tuner aus den Staaten noch keine Fahrleistungen bekannt, doch spätestens zur SEMA dürften die ersten Viertelmeile-Zeiten vorliegen. Vor allem die Sprintzeit auf 100 km/h dürfte aber angesichts des geringen Gewichts von rund 1,6 Tonnen, des Allradantriebs und der ernormen Power für Aufsehen sorgen. Wenn die Vivid-Leute alles richtig gemacht haben, dürfte sich dieser EVO auch mit einem LP710-2 von Edo anlegen und müsste den MTM R8 Superchared locker stehen lassen. Mit den serienmäßigen 295 Pferdchen braucht der Lancer Evo X jedenfalls 5,4 Sekunden und liegt damit auf dem Niveau vom BMW 135i (5,3 sek.) und Porsche Cayman S (5,4 sek.). Doch diese Zeiten sind jetzt wohl vorbei.
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